Epilepsie

Die Nervenzellen bzw. ihr Zusammenwirken werden durch elektrische Impulse gesteuert. Nur durch ein geregeltes Zusammenwirken können wir denken, fühlen, uns bewegen oder Sinnesempfindungen wie Licht oder Musik aufnehmen. Störungen dieses Systems können zu ganz unterschiedlichen Beschwerden oder Erkrankungen führen, unter anderem auch zu epileptischen Anfällen. Die Epilepsie ist eine Erkrankung mit unterschiedlichen Erscheinungsformen. Allen Formen gemeinsam ist, dass von Zeit zu Zeit Anfälle auftreten, die durch Funktionsstörungen des Gehirns ausgelöst werden. Als Ursache für epileptische Anfälle, also elektrischen Fehlsteuerungen im Gehirn, kommen neben einer angeborenen Anfallsbereitschaft Verletzungen durch Unfälle, Schädigungen durch einen Tumor oder z.B. durch Alkohol, Entzündungen, Hirnblutung oder Durchblutungsstörungen in Frage.

Um eine Epilepsie richtig zu erkennen und vor allem auch die Form der Epilepsie bestimmen zu können, werden in der Regel folgende Untersuchungen durchgeführt:

  • genaue Beschreibung der auftretenden Anfälle
  • klinisch-neurologische Untersuchung
  • Das EEG ist bei der Diagnose der Epilepsie die wichtigste Untersuchungsmethode, da sie ganz typische Veränderungen zeigen kann In manchen Fällen ist die Durchführung eines Schlafentzugs-EEG notwendig
  • Kernspintomographie und Computertomographie stellen Veränderungen im Hirngewebe dar und geben wichtige Hinweise beispielsweise auf Tumore, Blutungen oder andere krankhafte Veränderungen

Das Ziel der Behandlung bei Epilepsie ist Anfallsfreiheit bzw. eine Verminderung von Anfällen. Dabei ist es meist nicht möglich, auf Medikamente zu verzichten. Diese können die Ursache der Epilepsie nicht beseitigen, so dass in der Regel eine permanente Behandlung erfolgen muss. Allerdings ist es bei bestimmten Formen der Epilepsie möglich, dass das Gehirn „verlernt“, Anfälle zu bekommen.

Folgende Maßnahmen kommen bei der Epilepsie zum Einsatz:

  • Medikamente, welche die Entstehung epileptischer Impulse der Nervenzellen verhindern oder verändern. Die Festlegung der für jeden Patienten notwendigen Dosis muss immer individuell erfolgen.
  • Veränderungen der Lebensweise, z.B. der Schlafgewohnheiten, können in manchen Fällen hilfreich sein. Eine generelle Regelmäßigkeit der Lebensführung ist unumgänglich.
  • Patientenseminare mit dem Ziel, Veränderungen im Alltagsleben zu organisieren und zu bewältigen.
  • Patientenseminare mit dem Ziel, Veränderungen im Alltagsleben zu organisieren und zu bewältigen.
  • In manchen Fällen kann ein chirurgischer Eingriff am Gehirn die Anfälle stoppen oder deutlich verbessern.