Polyneuropathie

Es beginnt mit einer Taubheit, Kribbeln oder Schmerzen im Bereich der Vorfüße. Oft fällt die Polyneuropathie auch als Erstes durch eine Gangunsicherheit auf. Schreitet die Erkrankung voran, so breiten sich die Gefühlsstörungen weiter nach oben aus, Schwächen treten hinzu. Dies ist in der Regel ein langsamer Prozess, in seltenen Fällen aggressiver Neuropathien kann auch eine rasche Verschlechterung eintreten. Die häufigsten Ursachen für eine Neuropathie stellen Diabetes, regelmäßiger Alkoholkonsum und Mangel an Vitamin B12 dar. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl weiterer Ursachen. Nicht immer lässt sich ein Grund für die Erkrankung finden. Nur ein Teil der Erkrankungen und Beschwerden ist behandelbar.

Folgende Untersuchungen werden durchgeführt:

  • Genaue Anamnese und Erhebung der aktuellen Medikation
  • Klinisch-neurologische Untersuchung
  • Elektrophysiologie mit Messung der Nervenleitgeschwindigkeiten, ggf. auch einer Elektromyographie
  • Laboruntersuchungen
  • Ggf. Liquordiagnostik, Nervenbiopsie und genetische Testung v.a. bei ausgeprägter u./o. rasch progredienter Erkrankung

Folgende Massnahmen kommen zur Behandlung einer Polyneuropathie zum Einsatz:

  • Falls möglich wird eine ursächliche Behandlung begonnen.
  • Missempfindungen und Schmerzen können medikamentös verbessert werden.
  • Physiotherapeutische Behandlungen zur Verbesserung der Kraft, des Gleichgewichts, der Gangsicherheit.